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Handwerkskunst aus dem Erzgebirge

"Wenn`s Rachermannel nabelt und das Hulz in Ofen kracht…."

 

Warum Holzkunst aus dem Erzgebirge so unverwechselbar und wertvoll ist

Wer den einzigartigen Charme der Figuren aus dem Erzgebirge nicht nur bewundern, sondern auch verstehen will, der sollte ein bisschen etwas über ihren Hintergrund wissen.
Über die Schönheit der Landschaft, die Redlichkeit der Menschen und über die bergmännische Tradition, die das Leben seit Hunderten von Jahren geprägt hat.
Nur so sind sie zu verstehen, die liebenswerten kleinen Momentaufnahmen aus dem Erzgebirgischen Leben.
„Alles kommt vom Bergmann her“ so sagt man im Erzgebirge. Denn die reichen Vorkommen an Silber, Zinn, Kupfer, Blei und anderen Bodenschätzen waren es, die vom 12. Jahrhundert an das Geschick des Landes und der Menschen bestimmten.
Als dann ab Mitte des 17. Jahrhunderts die Vorkommen erschöpft waren und sich der Bergbau immer mehr zurückentwickelte, wurde die Drechselei und Schnitzerei zur neuen Existenzgrundlage für die Bergleute.
Typische, auf der Welt einzigartige Kunsthandwerkstechniken entstanden. nWie zum Beispiel die Reifendreherei, beider aus Holzringen mit den unterschiedlichsten Tierprofilen, eine Vielfalt an kleinen Spielzeugtieren sozusagen in feinen Scheiben aufgeschnitten wird.
Oder zum Beispiel das Spanbäumchen-Stechen, dass besonders viel Fingerspitzengefühl erfordert. Aufwendig Handarbeiten, die den Figuren ais dem Erzgebirge ihre unverwechselbare Handschrift gibt.

Kein Wunder, dass sie überall so beliebt sind und sich gegen kurzlebige Trenderscheinungen über all die Jahre hinwegsetzen konnten.

 

Was nicht nur Kindern glänzende Augen macht

Wie aus der Werkstatt des Weihnachtsmannes sehen sie aus, die witzigen Räuchermännchen, die stolzen Nussknacker, die vielstöckigen kunstvoll verzierten Weihnachtspyramiden und prächtigen Lichterengel.
So ist zum Beispiel die Weihnachtspyramide dem Göpel – dem Berg in dem das Erz abgebaut wurde, nachempfunden. Durch die aufsteigende Wärme der Kerzen, die das Flügelrad in Bewegung setzt, dreht sich die Pyramide und zaubert die stimmungsvollsten Lichtspiele ins Zimmer.
Der Engel hat im Erzgebirge eine ganz besondere Bedeutung. Er ist die Frau des Bergmannes, der Licht in sein Leben bringt.
Noch heute ist es im Erzgebirge Brauch, so viele Lichter Engel in die Fenster zu stellen, wie Mädchen im Hause sind und so viele Leuchter Bergmänner wie Jungen.

Die Räuchermännchen dagegen sind moderne Vorläufer des Hausmannes. Sie sorgen für Gemütlichkeit und Geborgenheit und verkörpern die vertrauten gestalten des Alltags:
Den Spielzeughändler, den Schäfer, Musiker und andere Volkstypen. Um ihre Pfeife in Gang zu setzen, wird das Oberteil des Männleins abgenommen, eine Räucherkerzchen hineingestellt und schon erfüllt weihnachtlicher Duft das Haus.
Und woher kommt die Gestalt des Nussknackers?
Er steht für die Obrigkeit, der man so manche harte Nuss zu knacken gab Daher auch die königliche Ausstattung bzw. das soldatische Aussehen dieser weltberühmten, jahrhunderte alten Persönlichkeiten, die auch heute noch kraftvoll zubeißen können.


Warum man bei Holzkunst aus dem Erzgebirge reihenweise der Versuchung unterliegt

Meistens fängt es harmlos an: Man ersteht zu Weihnachten eine Pyramide oder ein Räuchermännchen, vielleicht noch ein paar Engel als Christbaumschmuck und plötzlich hat man Feuer gefangen. Noch diese kleine Striezelkind, einen Engel mit Trompete oder Bassgeige….
Nur gut, dass den Spielzeugmachern aus dem Erzgebirge weder das Holz noch die Motive ausgehen. Denn zu den überlieferten traditionsreichen Figuren, kommen immer wieder neue dazu. Von Spielzeug-Designern aus der Region entwickelt, die sich weit über die Landesgrenzen hinaus einen Namen gemacht haben.

Holzkunst aus dem Erzgebirge ist nicht nur schön und stimmungsvoll, sondern auch wertbeständig und wertvoll.
Wie alles Echte, wie jede Handarbeit mit künstlerischem Anspruch wird sie immer rarer auf der Welt. Und somit immer kostbarer.

Was so ursprünglich und exklusiv ist und darüber hinaus auch so beliebt, wie Holzkunst aus dem Erzgebirge fordert naturgemäß zum Nachmachen heraus.
Und so gibt es Nussknacker oder Räuchermännchen, die auf den ersten Blick ganz auf „echt Erzgebirge“ machen, denen jeder Kenner aber sofort ansieht, dass es Fälschungen sind.
Spätestens jedoch merkt man es, wenn so ein armer unechter Nussknacker dann nach kurzer Zeit den Geist auf gibt, weil bei seiner Herstellung nicht die Qualität den Ausschlag gab, sondern die Masse. 

Quelle: Aus Geschichten aus dem Erzgebirge
Verband Erzgebirgischer Kunsthandwerker und Spielzeughersteller Olbernhau

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Kontaktdaten

Kristina Kügler "Buch & Kunst"
Inhaberin: Kristina Kügler
Mühlgasse 5
04552 Borna
Telefon: 03433-201799
Mail: kriskuegler@t-online.de

Referenzen

  • Autorisierter Händler der Christian Ulbricht GmbH (Seiffener Nußknackerhaus)

  • Vertragshändler von KWO
    (Kunstgewerbliche Werkstätten Olbernhau)

  • Fachhändler der Firma Hubrig GmbH

  • Vorstandsmitglied des Freundeskreises der Leipziger Philharmonie
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